Im März werde ich: 

img_2241Alte Traditionen halte ich natürlich gerne aufrecht. Darum erzähle ich euch sehr gerne, was ich im März alles tun werde. Manches hat sogar mit Aufstehen zu tun.

 

den Geburtstag einer lieben Freundin feiern

eine Archivreise planen

Referate über Rechtspopulismus hören

den Geburtstag eines Menschen feiern, dessen Geburt ich schon miterlebt habe

über den Punkt im Kindergarten sprechen

Waffeln essen

ein Exposé einreichen

über Medien und Rechtspopulismus diskutieren

eine Vergnügungsreise planen

einen Agatha Christie Roman diskutieren

ein Seminar übers Ehrenamt besuchen

Die Idee stammt bekanntlich von Carola

Willkommen zurück

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Ich bin zurück. Nicht mehr als Momatka oder Dr. Mura, sondern ganz offiziell und öffentlich. Als ich. Yvonne Schymura. Autorin, Historikerin, Agenturchefin, Mutter, Ehefrau, Schwester, Freundin, Tochter und was weiß ich. Der alte Blog ist offline, denn in der Anonymität schreibt es sich anders und so wird sich im neuen Blog auch ein bisschen was ändern.

Nichts ist mehr so leicht wie vor fünf Jahren. Und damit meine ich keineswegs das Muttersein, denn das ist wundersamerweise tatsächlich leichter geworden. Ich meine das Menschsein, das Bürgerinsein. Niemals hätte ich gedacht, dass Demokratie und Menschenrechte, dass der allgemeine Anstand so fragil ist. Niemals hätte ich geglaubt, dass so viel Missgunst und Verachtung in den Menschen lauert, dass man den anderen nicht das gleiche Leben gönnt, das man selbst hat, auch wenn es einen gar nichts kostet*.

»Demokratie lebt vom Mitmachen!« heißt es und mir fällt diese Textstelle aus einem Brief von Käthe Kollwitz ein, die im Februar 1944 schrieb: »Der Pazifismus ist eben kein gelassenes Zusehn, sondern Arbeit, harte Arbeit.«

Wir hatten bisher Glück  und konnten für Demokratie und (gesellschaftlichen) Frieden andere arbeiten lassen. Natürlich sind wir hin und wieder zu Demos gegangen, haben diskutiert, waren bei Attac und Greenpeace. Ich fürchte nur, heute reicht das nicht mehr. Heute müssen wir aufstehen und wirklich etwas tun.

Was genau, bleibt fraglich. Zumindest mir.

Aber aufgestanden bin ich schon mal.

 

* Dass es doch etwas kostet, nur nicht uns Mittelständlern, darüber denke ich noch nach…